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Handlungsempfehlungen für eine moderne Mobilität

Erstmals in der Landesgeschichte haben Verkehrswissenschaftler und Ökonomen grundlegend aufgearbeitet, wie die Weichen für eine moderne Mobilität in Schleswig-Holstein in den nächsten 15 bis 25 Jahren gestellt werden müssen. In einer von Verkehrsminister Reinhard Meyer in Auftrag gegebenen Studie analysiert die Hamburger "Ramboll Management Consulting" die derzeitigen Rahmenbedingungen für den Verkehr sowie künftige Mobilitätsanforderungen und -ansprüche der Bevölkerung und leitet daraus 15 konkrete Handlungsempfehlungen ab. Auch zum Radverkehr wird der Ist-Zustand dargelegt und mithilfe von positiven Praxisbeispielen wurden unter anderem die Empfehlung "Ab auf's Rad - Mit landesweitem Ansatz und Austausch den Radverkehr stärken" entwickelt.

Quelle.

Naviki-App jetzt auch auf Arabisch

Willkommenskultur: Naviki-App jetzt auch auf Arabisch
Noch vor wenigen Monaten besteht Amer Abosamras Leben aus etwas mehr als nichts. Was der Syrer hat, ist ein Fahrrad, ein Handy, die wenigen Habseligkeiten auf dem Gepäckträger und das Ziel Deutschland. Was dem 31-Jährigen fehlt, ist die Orientierung auf der Flucht aus seinem vom Krieg gebeutelten Land.
Mazedonien durchquert er auf einem geschenkten Rad, ohne Karte und ohne Verbindung zum Internet, die ihm die Orientierung per Smartphone erleichtern würde. "Wenn du weder Internet noch Karten hast, ist es schwer, die richtige Richtung zu finden", sagt er. Abosamra verlässt sich auf sein Glück, auf Hinweise von Passanten, auf die Tipps seiner Schicksalsgenossen. Wochen später wird er wohlbehalten im westfälischen Münster ankommen.

"Orientierung ist weiter das große Thema"
Neu ist hier für ihn die Gewissheit, sein Leben gerettet zu haben. Geblieben ist Abosamra das Gefühl aus Mazedonien, sich tastend in unbekanntem Gebiet zu bewegen. "Orientierung ist hier weiter das große Thema für die neu angekommenen Menschen", sagt Rana Siblini, zweite Vorsitzende von AFAQ. Der interkulturelle Verein aus Münster ist aktiv in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit und betreut seit 2012 Menschen wie Abosamra bei Behördengängen und Fragen zum Aufenthaltsrecht.
Auch bei der räumlichen Orientierung lassen viele Kommunen in Deutschland die Neuankömmlinge nicht allein. Zahlreiche Hilfsangebote haben damit zu tun, den Menschen mehr Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Münster wird dabei dem Ruf, Fahrradhauptstadt Deutschlands zu sein, auf besondere Weise gerecht. Wie Zahnräder greifen etwa die Initiativen des Vereins IFFM, der Montessori-Schule und des Fahrrad-Routenplaners Naviki ineinander.

Radfahrkurse, Zweiradwerkstatt, App
Das Integrationsforum Flüchtlinge Münster (IFFM) liefert defekte Spendenfahrräder zur Montessori-Schule, wo sie in der Fahrrad-Werkstatt aufgemöbelt werden. Seit Februar hat die Fahrrad-AG unter Anleitung von Lehrer Ansgar Jansen bereits ein Dutzend Räder repariert und an den IFFM zurückgegeben. Der IFFM stattet auf diese Weise Radfahrkurse für geflüchtete Frauen aus, die er gemeinsam mit dem örtlichen ADFC-Kreisverband eingerichtet hat. Die Absolventinnen erhalten im Anschluss nach Verfügbarkeit ein Rad geschenkt.
"Die Werkstatt an unserer Schule hat den schönen Nebeneffekt, dass vier Jugendliche aus Afrika und Syrien mitarbeiten, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind", sagt Jansen. Sie greifen mit acht Schülerinnen und Schülern des zehnten Jahrgangs einmal pro Woche zu Schraubenschlüssel und Flickzeug. „Wir verstehen dies auch als aktive Sprachförderung", so Jansen. "Denn blieben sie unter sich, würden die jungen Männer vermutlich nur sehr wenig Deutsch sprechen."

Syrischer Flüchtling: Finde mich jetzt leichter zurecht
Eine Brücke zwischen den Welten baut zudem der weltweite Fahrradrouten-Planer Naviki aus Münster den geflohenen Menschen. Die kostenlose Navigations-App gibt es seit kurzem auch auf Arabisch, es ist die 13. Sprachversion und zugleich die erste für den außereuropäischen Sprachraum. „Dies ist unser kleiner Beitrag zur Willkommenskultur“, sagt Naviki-Sprecher Achim Hennecke. "Je besser Menschen sich auskennen, umso leichter identifizieren sie sich mit ihrer neuen Heimat."
Der Syrer Khaled Al-Hamwi (26) findet die Möglichkeit vorteilhaft, maßgeschneiderte Strecken planen zu können: "Das macht es mir sehr einfach, zu meiner Wohnung zurückzufinden." Das jeweilige Ziel ist in der App auf Deutsch einzugeben, "so können die Flüchtlinge sich an die für sie neue Schrift und Sprache gewöhnen", so Hennecke.

Münsteraner Oberbürgermeister: "Eine Hilfe zur besseren Orientierung mit dem Rad"
Die Aktiven von AFAQ, IFFM, Montessori-Schule und Naviki sind überzeugt, dass die Mobilität der Flüchtlinge in ihrer jeweiligen Stadt am einfachsten mit dem Rad gefördert werden kann. Diese Ansicht teilt auch Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Die Initiativen passten "zu Münster als Fahrradhauptstadt. Ich freue mich", so Lewe weiter, "dass für den Fahrrad-Routenplaner Naviki nun auch eine Version in arabischer Sprache zur Verfügung steht. Dies kann auch den Menschen aus diesem Sprachraum, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, helfen, sich vor Ort mit dem Fahrrad besser zu orientieren."
Eine Orientierung, die Amer Abosamra jetzt leicht fällt, viel leichter als während seiner Flucht durch Mazedonien.

Quelle: hier

Was ist eine Fahrradstraße?

Das Radfahren an der Alster soll attraktiver und sicherer werden. Auf relativ engem Verkehrsraum sind hier Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, Sportler und Erholungssuchende unterwegs. Die Radwege sind die am stärksten genutzten Radverkehrsstrecken in ganz Hamburg. Daher ist geplant, die Verkehrsflächen neu zu ordnen. Dort, wo bereits heute oft mehr Fahrräder als Autos unterwegs sind, sollen Fahrradstraßen eingerichtet werden.

Im Harvestehuder Weg ist dies bereits erfolgt. Was das für die Verkehrsteilnehmer bedeutet und welche besonderen Regeln hier gelten, zeigt der Videoclip "Fahrradstraßen in Hamburg? Ach, so ist das!"



Quelle.

ADFC-Radreiseanalyse 2015: Ranking der beliebtesten Radfernwege und Radreiseregionen in Deutschland

Fahrrad kurbelt Umsatz im Deutschlandtourismus an
Vier Millionen Bundesbürger haben 2014 eine Radreise mit drei oder mehr Übernachtungen gemacht – und dabei mindestens 2,5 Milliarden Euro für Übernachtung, Verpflegung und Kulturgenuss ausgegeben. Das schätzen ADFC-Experten auf Basis der "ADFC-Radreiseanalyse 2015", die heute auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) vorgestellt wurde. Damit ist der Radtourismus ein echter Umsatztreiber im Deutschlandtourismus.

Raimund Jennert, Tourismus-Vorstand des ADFC-Bundesverbandes, sagt: "Deutschland ist Weltmeister, nicht nur beim Fußball, sondern auch beim Radtourismus. Nirgendwo sonst gibt es so viele attraktive Radfernwege – und die ganze Welt ist darauf zu Gast. Darauf können wir stolz sein, aber es verpflichtet auch zu Qualität. Besonders die Top-Destinationen 2015 der Radurlauber, wie der Ostseeküsten Radweg, müssen jetzt ihre Hausaufgaben bei der Qualitätssicherung machen."

Radreisen wird jünger…
Als interessanter Trend der ADFC-Radreiseanalyse 2015 zeichnet sich ab, dass Radurlauber im Schnitt deutlich jünger werden. Betrug im Jahr 2007 das Durchschnittsalter der Radreisenden noch 53 Jahre, sank es im Jahr 2014 auf etwa 45 Jahre. Radreisende sind eine attraktive Kundengruppe, denn sie haben ein gutes Einkommen und hohes Bildungsniveau. Die durchschnittliche Dauer des längsten Radurlaubs 2014 betrug neun Nächte.

…digitaler…
Hauptinformationsquelle für die Reisevorbereitung ist mit Abstand das Internet (90 Prozent). Hier ist Google Maps führend – der Anbieter greift für Deutschland auch auf ADFC-Routendaten zurück. Bei der konkreten Etappenplanung spielt die klassische Radkarte immer noch die dominante Rolle – 57 Prozent der Befragten nutzen sie. Bei der Orientierung vor Ort werden Smartphones immer wichtiger. Schon 50 Prozent der Befragten nutzen ihr Handy zur Navigation oder Standortbestimmung.

…und körperlich anspruchsvoller
Unter den beliebtesten Routen und Regionen von Radurlaubern sind jetzt häufiger auch bergige Reviere. So ist mit dem Bodensee-Königssee-Radweg erstmals ein Radfernweg mit anspruchsvollerem Höhenprofil unter den beliebtesten zehn. Auch bei den Auslands-Radfernwegen etabliert sich neben der Via Claudia Augusta mit der Transalp-Route über den Brenner ein weiterer Radfernweg für wirklich Gut-Trainierte unter den Top 10.

Elberadweg bleibt Deutschlands Liebling
Beliebtester Radfernweg 2014 in Deutschland ist zum 11. Mal der Elberadweg, gefolgt von Main- und Donauradweg. Auf den weiteren Rängen finden sich der Rheinradweg und der RuhrtalRadweg. Neu in den Top 10 sind der Bodensee-Königssee-Radweg und der Mosel-Radweg.

Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen holen auf
Beliebteste deutsche Radreiseregion ist weiterhin Bayern. Es folgen Bodensee und Mecklenburg-Vorpommern. Neu sind Baden-Württemberg, NRW und der Schwarzwald unter den Top-Ten.

Ostseeküste darf auf viele Besucher hoffen
Für die Saison 2015 sind in Deutschland vor allem Radreisen entlang des Ostseeküsten Radwegs geplant, gefolgt von Elbe- und Mosel-Radweg. Im Ausland sind Österreich, Italien und Frankreich die Favoriten.
Jennert: Der Radtourismus wird weiter wachsen – auch, weil der Pedelec-Boom viele Menschen aufs Rad lockt, die sich zuvor nicht fit genug gefühlt haben. Das ist gut so, denn Fahrradurlaub ist gesund und umweltschonend. Damit sich auch Familien mit kleinen Kindern und ältere Leute auf dem Rad wohl fühlen, brauchen wir sichere und komfortable Radwege. Naturschönheit allein reicht nicht, Radregionen müssen auch etwas in Sachen Sicherheit und Komfort tun."

Weltweit einzige, systematische Befragung zum Radreise-Verhalten
Die ADFC-Radreiseanalyse wird in diesem Jahr zum 16. Mal durchgeführt. Für die aktuelle Befragung beantworteten im Winter 2014 über 3.000 Personen einen Online-Fragebogen mit 41 Fragen zu ihrem Radreise-Verhalten 2014 und ihren Plänen für 2015. Nur 4 Prozent der Befragten sind ADFC-Mitglieder, die Umfrage ist also keine Klientel-Studie, sondern bildet einen Querschnitt der Radreisenden in Deutschland ab. Eine "Radreise" hat nach ADFC-Definition das Radfahren zum Hauptmotiv der Reise und beinhaltet mindestens drei Übernachtungen.

Radreisen: Beliebte Urlaubsform
  • Ca. 7 Prozent der deutschen Bevölkerung (bezogen auf die Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren = 67,7 Mio. Personen / 7 Prozent = 5. Mio.) haben in den letzten drei Jahren (2012 bis 2014) mindestens eine Radreise (mindestens 3 Übernachtungen, Fahrradfahren eines der Hauptmotive des Urlaubs).
  • 2014 haben 5,8 Prozent der Deutschen (ab 18 Jahren) eine solche Radreise unternommen. Dies entspricht ca. 4 Mio. Personen. Davon haben 72 Prozent eine Radreise und 28 Prozent mehrere Radreisen mit mindestens drei Übernachtungen unternommen.
  • Für die Reisevorbereitung ist das Internet für 90 Prozent der Radreisenden die wichtigste Informationsquelle. Sie nutzen hier vor allem digitale Karten wie Google Maps und Informationen von Tourismusorganisationen.
  • Inzwischen nutzen fast ein Drittel der Radtouristen auf der Reise digitale Orientierungsmittel wie GPS-Geräte (33 Prozent) und die Hälfte Smartphones (50 Prozent). Fast ein Drittel der Radreisenden (31 Prozent) informiert sich direkt bei den Tourist-Informationen vor Ort.
  • 93 Prozent der Radreisenden nutzen im Urlaub ihr eigenes Fahrrad. Dieses ist überwiegend ein Trekkingrad (68 Prozent), 19 Prozent nutzen ein Mountainbike und 7 Prozent ein Rennrad. Bei rund 5 Prozent der Radreisen werden Elektrofahrräder eingesetzt. Der Mieträder-Anteil liegt bei 7,4 Prozent.
  • Rund ein Drittel der Radreisenden nutzt die Bahn für An- und Abreise zur Urlaubsregion. Der Pkw-Anteil liegt mit 38 Prozent vergleichsweise niedrig. Flugzeuge nutzten nur 6 Prozent. Aber 15 Prozent der Radreisenden starten direkt mit dem Fahrrad von zu Hause aus. Damit ist der Radtourismus eine der umweltverträglichsten Reiseformen!
  • Höchststand der Fahrrad-Beförderung im DB-Fernverkehr war 2002 mit 312.000 Fahrrädern, in den folgenden Jahren sank die Anzahl der mitgenommen Fahrräder. 2014 stieg die Anzahl auf 291.445 an, ein Plus von 12,6 Prozent im Vergleich zu 2013 mit 258.890 Rädern. (DB Fernverkehr AG)
  • Hohe Nachfrage beim Fahrradtransport in Fernbuslinien: Das Unternehmen MeinFernbus transportierte 2014 mit 310 Bussen auf 88 Linien insgesamt 44.000 Fahrräder. Ein Plus von 238 Prozent, denn 2013 waren es 13.000 Fahrräder. Weiter steigende Zahlen sind zu erwarten: Bis Mitte 2015 sollen auf allen Linien von MeinFernbus FlixBus Fahrräder befördert werden. Grenzüberschreitende Fahrradmitnahme ist dann nach Italien, Österreich, Schweiz, Tschechien, Frankreich und Beneluxländer möglich. (MeinFernbus FlixBus)

Beliebteste Radfernwege und Radregionen
  • Beliebtester Radfernweg in Deutschland ist zum 11. Mal der Elberadweg, es folgen Main- und Donauradweg. Auf den weiteren Rängen finden sich der Rheinradweg und der RuhrtalRadweg. Neu in den Top-Ten sind der Bodensee-Königssee-Radweg und der Mosel-Radweg.
  • Beliebteste deutsche Radreiseregion ist weiterhin Bayern. Es folgen Bodensee und Mecklenburg-Vorpommern. Neu sind die Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen sowie der Schwarzwald in den Top-Ten.
  • Beliebtester Radfernweg im Ausland ist der Donauradweg. Es folgen die Via Claudia Augusta, der Nordseeküsten-, der Etsch- und der Rheinradweg.
  • Die beliebtesten ausländischen Radreiseregionen und -länder sind unverändert die Niederlande, Österreich und Südtirol. Die weiteren Plätze belegen Frankreich, Mallorca, Italien und die Alpen. Der Gardasee und Spanien sind neu in den Top-Ten.

ADFC und Fahrradtourismus
  • Jubiläum für das ADFC-Projekt "Deutschland per Rad entdecken": Eine Kombination von gedruckter Broschüre, Internetplattform und E-Paper auf www.adfc.de/reisenplus geben in 10. Ausgabe einen guten Überblick über 65 attraktive Radfernwege und Radregionen. 100 weitere Routen werden in Übersichten dargestellt. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) wirbt im Ausland für das Radreiseland Deutschland auf www.germany.travel.
  • 20 Jahre ADFC-Projekt "Bett+Bike": Seit 1995 zertifiziert der ADFC fahrradfreundlichen Bett+Bike-Gastbetriebe. Inzwischen setzen 5.500 Gastbetriebe auf Radtouristen. Das ADFC-Netzwerk "Bett+Bike" ist die erfolgreichste Marketingkooperation für den Radtourismus in Deutschland. Das erfolgreiche Label wurde in Luxemburg, Dänemark und Österreich übernommen. Alle Gastbetriebe auch auf www.bettundbike.de.
  • 10 Jahre ADFC-Klassifizierung von Radfernwegen: 47 Radfernwege mit 14.000 Kilometer tragen ADFC-Sterne, davon befinden sich 850 km in Österreich und 550 Kilometer in Dänemark. Auf der ITB 2015 wurden fünf Radfernwege als neue ADFC-Qualitätsradrouten mit 4 Sternen ausgezeichnet: Neckartal-Radweg, Grenzgängerroute Teuto-Ems, Vennbahn und in Österreich Donauradweg und Traisentalradweg. Der Saarland-Radweg erneuert seine Klassifizierung mit drei Sternen. Die Regionen Seenland Oder-Spree und Neusiedler See (A) wurden als ADFC-RadReiseRegionen auf der ITB ausgezeichnet.
Quelle hier.

Uni Kiel tritt in die Pedale - Startschuss für das "campusrad"

Ökologisch sinnvoll, flexibel und schnell können sich Studierende und Angestellte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ab sofort mit dem neuen "campusrad" bewegen. 50 robuste Fahrräder stehen CAU-Angehörigen per Leihsystem zur Verfügung, um zwischen Hörsälen und Verwaltungsgebäuden umweltbewusst hin und her zu fahren. Den Startschuss für das Angebot gaben heute der CAU-Kanzler Frank Eisoldt, Projektkoordinator Torsten Schulz und Marion Kluck, Regionalleiterin Vertrieb Nord der DB Rent GmbH (Deutsche Bahn).

Nach einer einmaligen Online-Registrierung über das Campusnetz können sich Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über "Call a Bike", dem Fahrradmietsystem der Deutschen Bahn, anmelden. Der Weg zwischen den Gebäuden an der Uni Kiel wird dann mit wenigen Klicks auf eine kleine Sporteinheit verkürzt. Die ersten dreißig Minuten sind für alle CAU-Nutzerinnen und -Nutzer kostenfrei – auf dem Campus und auch deutschlandweit. Registrierte Universitätsangehörige erhalten diese Sonderkonditionen auch in den rund fünfzig deutschen Städten, wo der Mietrad-Service von "Call a Bike" angeboten wird. Wer ein Fahrrad länger als eine halbe Stunde mietet, zahlt acht Cent pro Minute oder neun Euro für den ganzen Tag.

"Wir wollen bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden", sagt Kanzler Eisoldt. Das campusrad sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel. Über 28.000 Menschen studieren und arbeiten an der Uni Kiel. Der Umstieg vom Auto oder Bus auf die Räder soll die Straßen auf dem Campus entlasten und die Umwelt schonen. "Außerdem macht es fit und man kann den beginnenden Frühling an der frischen Luft viel mehr genießen!", findet Eisoldt. "Wir freuen uns sehr, dass die CAU als erste Universität in Deutschland ihren MitarbeiterIinnen und Studierenden den Zugang zu unserem innovativen Call a Bike-System ermöglichen", sagt Marion Kluck.

Vier Stationen auf dem Campus der Kieler Universität können mit den Fahrrädern angefahren werden: Am Audimax, an der Olshausenstraße 75, an der Leibnizstraße 1 und am Bioturm. An den lilafarbenen Stationen stehen die Räder sicher und sind bereit für die nächste Fahrt. Wer dann beispielsweise von der Universitätsbibliothek aus zum Westring möchte oder einen Dienstgang auf dem Unigelände plant, kann sich einfach im Uninetz über die "Call a Bike"-App das nächstgelegene campusrad suchen und los geht‘s. Eine stabile Gepäckschale mit Haltegurten garantiert den sicheren Transport von Taschen oder Rucksäcken.

Alle Informationen zum campusrad unter: www.campusrad.uni-kiel.de

Umweltbewusstsein 2014: Deutsche wünschen Abkehr von autozentrierter Städteplanung

Das Umweltbewusstsein der Deutschen wandelt sich. Das belegt die neue Umweltbewusstseinsstudie von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt (UBA). Demnach sehen immer mehr Befragte den Umwelt- und Klimaschutz als Teil der Lösung für Zukunftsaufgaben, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.

Im Factsheet zur Studie heißt es im Kapitel "Neue Mobilität in den Städten" unter anderem:

Die Mehrheit der Befragten wünscht sich eine Abkehr von einer auf das Auto zentrierten Städteplanung: Städte und Gemeinden so umzugestalten, dass sie sich vom Autoverkehr abwenden und kurzen Fußwegen, Fahrrad- und öffentlichem Nahverkehr zuwenden, trifft auf sehr große Zustimmung (82 Prozent). Bei jungen Menschen (14- bis 17-Jährige) sind sogar 92 Prozent für diese Umgestaltung. Die Auto-zentrierte Stadt wird von vielen offensichtlich längst mehr als Belastung denn als Erleichterung des Alltagslebens erfahren.

Neue Formen der Mobilität können gut fürs Klima sein, helfen aber auch gegen Luftver­schmutzung und Verkehrslärm – zwei Probleme, die insbesondere Stadtbewohner belasten. Viele Menschen fühlen sich durch Lärm in unterschiedlichem Ausmaß gestört oder belästigt. Dabei steht der Straßenverkehr als Hauptlärmquelle weiterhin mit Abstand im Vordergrund. Insgesamt 54 Prozent der Befragten fühlen sich durch Straßenverkehrslärm zumindest etwas ge­stört oder belästigt.

Stadtbewohner sind offenbar zunehmend bereit, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Das zeigt auch das wachsende Interesse an Carsharing-Angeboten. Nur 4 Prozent der Befragten geben an, Carsharing-Angebote bislang genutzt zu haben. Allerdings können sich 21 Pro­zent vorstellen, diese Angebote künftig zu nutzen.

Befragte aus Städten mit 500.000 und mehr Einwohnern geben am häufigsten an, Car-Sharing schon einmal genutzt zu haben. Das zukünftige Interesse daran steigt proportional mit der Wohnortgröße. Dass Car-Sharing in ländlichen Regionen und kleineren Städten bei potenziellen Nutzerinnen und Nutzern derzeit noch auf wenig Resonanz stößt, hängt sicher­ lich auch mit dem fehlenden regionalen Angebot zusammen.

Mit Blick auf die soziodemografischen Merkmale der (potenziellen) Nutzerinnen und Nutzer bestätigt die Befragung die Ergebnisse anderer Untersuchungen: Sharing und insbesondere die Angebote im Bereich von Mobilität sind vor allem in jüngeren Altersgruppen beliebt. Car-Sharing ist zudem bei Männern etwas häufiger von Interesse als bei Frauen. Auch bei Bil­dung und Einkommen ist das Bild eindeutig: Je höher das Bildungsniveau und durchschnittli­che Haushaltseinkommen, desto größer sind in diesen Gruppen die Potenziale für Sharing-Konzepte.

Quelle hier.